Grüne in Aufbruchstimmung: Direktkandidat für die Lausitz bestimmt

08.05.21 von Carolin Poensgen

Die Kreisverbände Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz haben auf der heutigen Aufstellungsversammlung ihren Direktkandidaten für die diesjährige Bundestagswahl gewählt. Im Wahlkreis 65 (Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II) tritt Paul-Philipp Neumann (34) aus Großräschen an.

Der gebürtige Lausitzer arbeitet als IT-Projektleiter in Kopenhagen. Seine Jugend verbrachte er in Südniedersachsen. Nach Zwischenstationen in Dresden und im Allgäu kehrte er vor zwei Jahren in die Region zurück.

"Alles ist drin", heißt es im Titel des bündnisgrünen Programmentwurfs zur Bundestagswahl. Auch für die Lausitz: Neben ärztlicher Versorgung, Digitalisierung, Infrastruktur und Strukturwandel ist der Klimawandel ein wichtiges Thema, sowohl im gesellschaftlichen Diskurs als auch im politischen Handeln. "Klimawandel und Klimakrise sind nicht abstrakt, sie passieren nicht irgendwo, Brandenburg und die Lausitz sind mittendrin. Ich möchte mich im Bundestag für eine konsequente 1,5 Grad Politik einsetzen, ohne weitere Kompromisse. Fünf Jahre nach Verabschiedung des Pariser Übereinkommens kommt es
endlich darauf an, auf die Wissenschaft zu hören und Politik vollumfänglich an Notwendigkeiten für einen erfolgreichen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit auszurichten", so Neumann. In der Debatte um den Strukturwandel fordert er, dass die von der Bundesregierung zugesagten 40 Milliarden EUR vollständig in die direkt betroffenen Regionen fließen.

Paul-Philipp Neumann engagiert sich auch in einer Initiative zur Seenotrettung. "Das Thema Flucht liegt mir sehr am Herzen. Die Folgen des Klimawandels werden schon bald zur Hauptursache von Flucht und Vertreibung", so Neumann. Menschen in Not zu helfen ist für ihn genauso selbstverständlich wie entschiedenes Eintreten gegen Rechtsextremismus.

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Elbe-Elster Oberspreewald-Lausitz