Kurzporträt: Direktkandidat im Wahlkreis 65 (Elbe-Elster-Oberspreewald-Lausitz II) - Paul-Philipp Neumann

Mein Name ist Paul-Philipp Neumann. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder im Alter von 14 und 5 Jahren und arbeite als Projektleiter in Kopenhagen. Geboren bin ich 1987 in Lauchhammer und 2019 nach Zwischenstationen in Dresden und im Allgäu in die Lausitz zu-rückgekehrt.

Seit 2020 bin ich Mitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Darüber hinaus engagiere ich mich zivilgesellschaftlich, habe gemeinsam mit anderen Aktivist*innen eine Lokalgruppe der See-brücken-Bewegung initiiert. Migration ist für mich ein Kernthema bündnisgrüner Politik, werden doch die Folgen des menschengemachten Klimawandels schon bald zur Hauptursache von Flucht und Vertreibung.

Eine große Veränderung erleben wir mit dem Klimawandel aber auch direkt hier vor Ort. Die Klimakrise wird zur Wasserkrise: Die Schwarze Elster z.B. trocknet aus. In der Folge trocknen selbst Löschbrunnen der Feuerwehr aus, sterben die Wälder, die hier üblichen Kiefernplantagen sind dem nahezu schutzlos ausgeliefert. Ich will mich im Bundestag für eine konsequente 1,5 Grad Politik einsetzen.

Die zweite Herausforderung, vor der wir hier vor Ort stehen, ist der Strukturwandel. Für Politik und Wissenschaft geht es darum, Rahmenbedingungen zu formulieren und zu schaffen. Es geht um viel Geld, das bietet Chancen. Festhalten müssen wir aber am Verursacherprinzip: Wer fi-nanziell profitiert, muss auch die Risiken tragen. Das gilt für die LEAG in der Braunkohle eben-so wie für Elbekies in Mühlberg und Umgebung. Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht gegen Mensch und Umwelt ausgespielt werden.

Noch ein Wort zum gesellschaftlichen Klima:
Wir sehen seit mehreren Jahren einen immer stärkeren Populismus. Die AfD mag auf Bundes-ebene schwächeln, der Brandenburger Landesverband gewinnt dabei aber an Stärke. Zu einer inhaltlichen
Auseinandersetzung mit der AfD gehört es deshalb auch, Rechtsextremismus in dieser Partei klar zu benennen. Es ist legitim, unzufrieden mit Politik zu sein, aber Populisten, weder die AfD noch Einzelbewerber Respa dürfen nicht Ausdruck dieser Unzufriedenheit sein, denn sie miss-brauchen diese lediglich für ihre eigenen verantwortungslosen Ziele.